Häuser zum Leben und Feiern!
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Zum Leben gehört auch das gemeinsame Feiern und das genoß man sichtlich im Pensionisten-Wohnhaus Margareten.
BewohnerInnen und MitarbeiterInnen fanden sich am 23. Mai ein, um gemeinsam zu essen, zu lachen und zu tanzen. Bewohnerin Grete Majer nutzte dabei die Gelegenheit, um ihren Dank an alle MitarbeiterInnen des Hauses Margareten vorzutragen. Die 89-jährige Bewohnerin trug eine selbstgedichtete "Ode an die MitarbeiterInnen" auf der Bühne vor und erntete dafür regen Applaus.
Die Bewohner und Bewohnerinnen sagen DANKE!
In Namen von uns, die wir hier wohnen, muss ich’s sagen:
Ach was sind wir froh, dass wir euch alle haben.
Drum steh ich hier und will es wagen,
ein großes Dankeschön zu sagen.
Zum Frühstück wenn ich geh,
schon lauter hübsche Mädl’s ich seh.
Sie schwirren herum sind fleißig und das alles nur um uns was Gutes zu tun.
In der Zeit, wo wir gemütlich beim Frühstück sitzen,
tut das Küchenpersonal schon ordentlich schwitzen,
bis Mittag muss ja alles fertig sein,
denn dann kommen wir in den großen Saal hinein.
Das Buffet wird nun gestürmt
und die Speisen auf den Teller aufgetürmt.
Wir gehen dann satt und zufrieden zu unserem Mittagsschlaf,
na wird das nicht ein schöner Tag?
Zu unseren Hausarbeitern hätt ich folgendes zu sagen:
Wie kann denn das nur möglich sein,
so viel Jugend und Schönheit gibt man in ein Altenheim?
Wir alten Weiblein sind bei ihrem Anblick ganz entzückt,
wir möchten noch einmal jung sein, ist das nicht total verrückt?
Zwei fesche Wäschemädln sind für uns da,
sie waschen und bügeln für uns das ganze Jahr.
Sind fleißig und machen Schmutzwäsche wieder rein,
dafür muss man doch wirklich dankbar sein.
Sauberkeit wird in unserem Haus ganz groß geschrieben,
man könnte sich auf den Boden legen
und würde gar nicht schmutzig sein,
denn bei uns ist alles superrein.
Für diese Reinigungsbrigade müsst es für saugen,
putzen, wischen und fegen
unbedingt einen Oscar geben.
Den hätten sie sich wohl verdient,
ich denke wir alle dieser Meinung sind.
Eine Stelle gibt es, wo wir immer fragen und auch alles sagen können,
wen ich meine, ich glaube sie wissen alle schon,
es ist unsere schöne Rezeption.
Immer freundlich und hilfsbereit, zu jeder Tageszeit.
Sie hören uns zu, das tut sehr gut, so ist es richtig,
daher sind alle auf diesem Platz ganz wichtig.
Bei uns lässt manchmal aus der Verstand,
da ist ja auch gleich Hilfe bei der Hand.
Es werden Gedächtnisübungen mit uns gemacht,
das alte Hirn wird dann gleich wieder wach.
So einfach ist das, wer hätt sich das gedacht.
Beim Kegeln braucht man Kondition und Kraft
damit man alle neune schafft.
Gebastelt werden wunderschöne Sachen
man kann sie kaufen und jemanden Freude machen.
Beim Flohmarkt kommt viel Geld herein,
da kann sich Frau Direktorin Leier wieder mal so richtig freuen.
Die Animateure tun dies und mehr
da muss man sagen danke sehr.
Wir kennen uns ja mit dem Amtsschimmel nicht mehr so gut aus,
alles einreichen, telefonieren und besprechen, das ist ja nicht mehr so
unser Ding.
Dafür haben wir sie – unsere liebe Sozialfürsorgerin.
Sie ist nicht nur fleißig und gescheit,
uns zu helfen ist sie stets bereit.
Kaffeehaus ist out, Markt ist jetzt in,
also gehen wir halt auch dort hin.
Es gibt lauter gute und gesunde Sachen, das ist sehr fein
und die Bedienung könnt nicht besser sein.
Wer auch dort steht, es ist egal,
freundlich und nett sind sie allemal.
Ich sag sie sind super, was Besseres fällt mir nicht ein.
Will man nicht aus dem Hause gehn.
Und trotzdem etwas schönes hören oder sehn.
So geht man in den Klub hinein,
enttäuscht wird man sicher dort nie sein.
Die Klubdamen servieren Kuchen und Kaffee, nehmen sich für ein
Plauscherl Zeit.
Dies, alte Menschen immer freut.
Sie setzen sich gerne zu uns hin,
man lacht mit ihnen,
das Leben hat dann auf einmal wieder einen Sinn.
Ein Loblied muss ich jetzt anstimmen, für Menschen die gern und
freiwillig zu uns kommen.
Sie sind immer lieb freundlich und heiter,
was würden wir tun ohne unsere Ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Sie streben nicht nach Geld und Ruhm,
sie fragen nur wie kann ich helfen, was kann ich gutes tun.
Sie werden sicher einmal belohnt dafür,
wenn sich für sie öffnet die Himmelstür.
Schön langsam komm ich nun zum Schluss,
aber gestatten Sie mir, dass ich noch etwas sagen muss,
Sie ahnen’s schon
es geht um unsere so wichtige Bettenstation.
24 Stunden sind sie für uns da,
was dort geleistet wird ist ganz einfach wunderbar.
Die Schwestern schwirren im ganzen Haus herum,
ich seh sie so gerne und denk mir dann,
wenn du nicht früher stirbst dann brauchst du sie
sicher auch irgendwann.
Die Zentrale vom Haus ist das Büro,
mit Hauptsitz, die Direktion.
Dort wird mit Herz und Hirn für uns gearbeitet und gesorgt,
hat man Probleme dort werden sie sofort entsorgt.
Alles was im Haus geschieht wird dort entschieden,
daher leben wir ohne Sorgen hier im Frieden.
Ich habe große Hochachtung vor dieser Leistung, ich muss es sagen,
ich bin glücklich hier und habe keinen Wunsch mehr
und auch keine weiteren Fragen.
Für Zuhören sagt jetzt Danke, Ihre Majer Grete!
Grete Majer
Bewohnerin des Pensionisten-Wohnhauses Margareten
Mai 2012